Kassel: Kammmolche in Kaskaden gefunden – Sorge um Weltkulturerbe

Kassel/Wiesbaden (nn) – In den zum Weltkulturerbe gehörenden Kaskaden im Bergpark Wilhelmshöhe sind Kammmolche gefunden worden. Dies teilte der BUND in einer Pressemitteilung mit. „Bei einer routinemäßigen Kontrolle sind wir fündig geworden. Wir freuen uns sehr, einige wenige Exemplare der vom Aussterben bedrohten Nördlichen Kammmolche dort gezielt schützen zu können. Natürlich ist die Durchführung der Wasserspiele jetzt nicht mehr möglich. Auch ein weiträumiges Betretungsverbot des Bergparkes ist zum Schutz der Tiere erforderlich.“ Ähnlich äußerte sich die Hessische Umweltministerin Priska Hinz (Grüne): „Der Schutz dieser seltenen Tiere geht jetzt vor.“ Dem widersprach ihr Kabinettskollege, Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU): „Das Weltkulturerbe hat Vorrang. Ohne die Wasserspiele und die Möglichkeit, diese zu besuchen, verliert der Bergpark seinen Status als Weltkulturerbe. Dies dürfen wir nicht zulassen.“ Ähnlich äußerte sich der Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD): „Die Kammmolche haben die Wasserspiele bisher nicht gestört. Dies wird auch in Zukunft so sein, da habe ich keinen Zweifel.“ Auch innerhalb der rotgrünen Koalition in Kassel gab es zunächst heftigen Streit zu diesem Thema. Schließlich verständigte man sich auf eine Expertenanhörung.

 

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