
Wird der Flughafen Kassel Airport künftig den Namen von Helmut Kohl tragen? Nach einem Antrag der CDU-Fraktion in der Kasseler Stadtverordnetenversammlung soll der Magistrat nach einem passenden Ort suchen, der nach dem ehemaligen Bundeskanzler und CDU-Vorsitzenden benannt wird. Was liegt da näher, als das Leuchtturmprojekt nordhessischer Wirtschaftsförderung mit dem Namen Helmut Kohl zu schmücken. Damit wäre endgültig sicher gestellt, dass der Flughafen bereits in naher Zukunft aufblühen wird.
Bild: (c) Deutscher Bundestag / Presse-Service Steponaitis

Kassel Airport soll aus Gründen der Imagepflege den Ankauf des dokumenta-Obelisken von Olu Oguibe finanzieren. Dies könnte aus dem Umfeld des Kasseler Rathauses bekannt geworden sein. Obwohl Kassel Airport zu 100% der öffentlichen Hand gehört und seit Jahren hohe Verluste erwirtschaftet, sollen die Steuerzahler dennoch nicht durch die Spende belastet werden. Die Spendenzahlung erfolge aus den Rückstellungen, so es heißt. Einen direkten Ankauf aus Steuermittel hatte die Stadt bisher abgelehnt. Vielmehr soll der Kaufpreis über private Spenden aufgebracht werden. Dies scheint jetzt gelungen zu sein.
Kassel (nn) – Die Stadt Kassel wird noch in diesem Jahr für die Nutzung ihrer Straßen eine Mautpflicht für alle Fahrzeuge einführen, die nicht in Kassel zugelassen sind. Dies ist Teil des neuen Verkehrsentwicklungsplanes, der in den städtischen Gremien derzeit diskutiert wird. „Es ist nicht einzusehen, dass die Kasseler Bürger allein die erheblichen Kosten für den Ausbau und die Sanierung des 670 Kilometer langen Straßennetzes aufbringen müssen. Jährlich werde hier über 20 Millionen Euro investiert“, so ein Sprecher der Stadt. Die Maut wird ohne großen Verwaltungsaufwand im Wege einer Vignette erhoben. Das Nutzungsrecht für 10 Tage kostet 10,- €, für zwei Monate 30,- € und für das ganze Jahr 100,- €. Ein Verstoß wird mit einem Bußgeld in Höhe von 1.000,- € geahndet. Zur Überwachung werden weitere 100 Hilfspolizisten eingestellt. Die Stadt erwartet zusätzliche Einnahmen in Höhe von 10 Millionen Euro.
In der Stadt Kassel wird es eine scharfe Kehrtwende in der Verkehrspolitik geben. Darauf verständigten sich die Spitzen der neuen, stabilen Koalition aus SPD, Grüne und den beiden Mitgliedern der aufgelösten FDP-Fraktion. „In der Verkehrspolitik sind in der Vergangenheit große Fehler gemacht worden. Diese müssen korrigiert werden“, heißt es gleich zu Beginn des Koalitionsvertrages, der mit „Auto zuerst“ überschrieben ist. Konkret genannt werden die Altmarktkreuzung, die Friedrich-Ebert-Straße und die Goethestraße. „Diese müssen in den Zustand vor dem unsinnigen Umbau zurückgesetzt werden, damit der Verkehr dort wieder fließen kann“, so die Verhandlungsführer bei der Vorstellung. „Außerdem wird der sinnlose Umbau der Wilhelmshöher Allee sofort gestoppt. Das Geld legen wir besser in unserem Flughafen in Calden an.“ Auch die einseitige Bevorzugung der Fahrradfahrer werde eine Ende haben. Sogar die Grünen haben eingesehen, dass Kassel einfach zu bergig für das Fahrrad ist. „Deshalb werden alle Fahrradwege künftig wieder dem Verkehr zur Verfügung stehen.“ Schließlich wird es auch personelle Konsequenzen geben. „Diese neue und zukunftsweisende Verkehrspolitik ist natürlich mit Herrn Nolda nicht zu machen. Deshalb wird ihm die Zuständigkeit für die Verkehrspolitik entzogen und im Magistrat zusätzlich der Posten eines Verkehrsdezernenten geschaffen.“
Im sogenannten Kasseler Bratwurstkrieg kehrt Frieden ein. Der „Tag der Erde“, ein von Umweltverbänden organisiertes Fest, findet nicht wie bisher vorgesehen im Stadtteil Wolfsanger, sondern auf dem Friedrichsplatz statt. Aus Platzgründen hatten die Veranstalter in diesem Jahr keine Imbiss-Verkäufer zugelassen, die Bratwurst aus Fleisch anbieten. „Die Fläche in Wolfsanger ist einfach zu klein, um alle zu berücksichtigen“, so ein Sprecher der Umweltverbände. Nach heftiger Kritik an dieser Entscheidung griff die Stadt Kassel als Mitveranstalter ein und verlegte das Fest auf den Friedrichsplatz. „Dort haben wir für alle Platz, auch für Bratwurstverkäufer“, so ein Sprecher der Stadt.