Vorbild Merkel: May will auch nach Rücktritt vom Parteivorsitz Regierungschefin bleiben

Die britische Regierungschefin hat klargestellt, dass sie allein vom Vorsitz der Konservativen Partei zurückgetreten ist und nicht vom Amt der Premierministerin. „Frau Kollegin Merkel hat es in Deutschland vorgemacht. Man kann auch ohne den Parteivorsitz Regierungschefin sein. Nirgends steht geschrieben, dass dies miteinander verknüpft sein muss.“ Der aussichtsreichste Bewerber um dem die Nachfolge Mays, der ehemalige Außenminister Boris Johnson, zeigte sich kampfeslustig. „Wir haben zwar keine geschriebene Verfassung. Es ist aber Brauch, dass der Parteiführer der stärksten Partei auch den Posten des Regierungschefs übernimmt. Außerdem hat May ja auch gezeigt, dass sie es nicht kann.“
Bild: Controller of Her Majesty’s Stationery Office [OGL 3 (http://www.nationalarchives.gov.uk/doc/open-government-licence/version/3)], via Wikimedia Commons

Nach enttäuschendem 13:0 gegen Thailand: Belastet Streit ums Geld US-Team?

Titelverteidiger USA ist mit einem enttäuschenden 13:0 gegen Thailand in die Fußball-WM gestartet. Wenig überzeugend auch der Auftritt von Superstar Alex Morgan, die lediglich 5 Tore zum Sieg beisteuerte und nach dem Urteil von Experten weit unter Bestform spielte. Insider vermuten, dass die Querelen um die Bezahlung dem Team nicht guttut. Ausgerechnet am Weltfrauentag hatten die Spielerinnen ihren Verband auf gleichen Lohn wie die Männer verklagt. Sie sehen in der ungleichen Bezahlung eine unzulässige Diskriminierung. Zu den Wortführerinnen gehört insbesondere Morgan, die gleichen Lohn für Frauen nicht nur im Fußball, sondern auch in anderen Sportarten fordert.

Nach AKK-Pannenserie: Merkel übernimmt wieder Parteivorsitz

Nach den Fehlleistungen der bisherigen CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer hat das Präsidium der Partei auf einer Sondersitzung beschlossen, Kramp-Karrenbauer durch Bundeskanzlerin Angela Merkel zu ersetzen. „Es geht um den Fortbestand der CDU als Volkspartei“, heißt es in einer schriftlichen Erklärung. „Im Herbst haben wir drei sehr wichtige Landtagswahlen im Osten zu bestehen. Deshalb setzen wir erneut auf die bereits in vielen Wahlkämpfen bewährte und erprobte Frau Bundeskanzlerin.“ Kramp-Karrenbauer hatte als Vorsitzende sehr unglücklich agiert. Die Union war daraufhin bei der Europawahl auf 28,9% abgestürzt, ihrem schlechtesten Wert bei einer bundesweiten Wahl seit Bestehen der Bundesrepublik.
Bild: Deutscher Bundestag/Achim Melde

SPD setzt Erneuerungsprozess fort: Martin Schulz und Gerhard Schröder übernehmen

Vor dem Hintergrund der verlorenen Europawahl beschleunigt die SPD ihren Erneuerungsprozess. Dem Vernehmen nach wird Martin Schulz neuer Fraktionsvorsitzender und Altkanzler Gerhard Schröder übernimmt den Parteivorsitz. Bei Wahlen gehe es vor allem um Wirtschaft, so Schröder. „Wenn uns nicht eine Mehrheit der Menschen ökonomische Kompetenz zubilligt, werden wir nicht wieder den Kanzler stellen.“ Zugleich bringt sich der „Genosse der Bosse“ auch als kommender Kanzlerkandidat ins Spiel. „Wer glaubt, dass die SPD erfolgreich einen Kanzlerkandidaten ohne diese Kompetenz aufstellen könnte, der irrt.“ Schulz stimmt ihm zu: „Uns fehlt die Bereitschaft, uns die Kapitalisten einmal richtig vorzuknöpfen – meinetwegen auch mal populistisch zu sein.“ Die SPD dürfe nicht mutlos sein. „Der Klassenkampf, der Kampf um Gerechtigkeit, ist immer noch da, aber er wird nicht mehr national, er muss jetzt international geführt werden“, so der ehemalige Kanzlerkandidat und künftige Fraktionschef.

Fehlende Baugenehmigung: Muss documenta-Obelisk wieder weichen?

Kassel (nn) – Der documenta-Obelisk muss wohl wieder von der Treppenstraße entfernt werden. Den Eingang einer entsprechende Verfügung des Regierungspräsidiums bestätigte Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) auf Anfrage. „Es fehlt angeblich eine Baugenehmigung. Die brauchen wir aber nicht. Auf dem Königsplatz haben wir ja auch keine gebraucht“, so Geselle. Das Regierungspräsidium sieht es anders. „Durch den Abbau des Obelisken auf dem Königsplatz hat dieser den rechtlichen Status eines documenta-Kunstwerkes verloren. Bei einem Wiederaufbau an einer anderen Stelle gilt somit das allgemeine Baurecht. Danach bedürfen Bauwerke dieser Größenordnung einer Baugenehmigung“, so ein Sprecher des Regierungspräsidiums. „Eine Baugenehmigung liegt jedoch nicht vor. Der Obelisk an dieser Stelle wäre auch nicht genehmigungsfähig, weil er sich wegen seiner Größe nicht die Umgebung einfügt. Wir haben hier keinen Ermessensspielraum. Der Obelisk ist formell und materiell baurechtswidrig. Es handelt sich um einen Schwarzbau in exponierter Lage, der umgehend wieder beseitigt werden muss.“

Hannover 96 trennt sich von Kind

Hannover 96 hat sich heute nach Abstimmung mit Gremienmitgliedern – Gesellschafter und Aufsichtsrat – vom Vorstandsvorsitzenden Martin Kind getrennt. Die Zielsetzung der Fußball-Bundesligasaison 2018/19 war es, einen gesicherten Tabellenmittelplatz zu erreichen, so der Verein in einer Presseerklärung. Dieses Ziel sollte mit den Transfers erreicht werden, damit die Mannschaft konkurrenzfähig ist. Diese Einschätzung hat sich nicht bestätigt. Hannover 96 dankt Martin Kind für seine Arbeit und bedauert, dass sie am Ende nicht zu den gewünschten Ergebnissen geführt hat. Hannover 96 benötigt einen Neuanfang. Ein neuer Vorstandsvorsitzender wird zeitnah verpflichtet werden. An Spekulationen zu Namen werde sich der Verein nicht beteiligen.

Nach Urteil zu Risikospielen: DFL entzieht Werder Bremen die Lizenz

Frankfurt/Leipzig/Bremen (nn) Nach dem überraschenden Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, wonach die Deutsche Fußball Liga (DFL) an den Kosten für Risikospiele der Bundesliga beteiligt werden kann, entzieht die DFL Werder Bremen die Lizenz. „Werder Bremen nimmt ab sofort in der laufenden Saison 2018/2019 nur noch außer Konkurrenz am Spielbetrieb der DFL teil. Alle bisherigen Spielergebnisse werden annulliert. Damit steht Werder Bremen als erster Absteiger fest, wird in der kommenden Saison aber auch keine Lizenz für die 2. Liga erhalten. Ob der DFB eine Lizenz für die 3. Liga in der kommenden Saison erteilt, liegt nicht in unserem Kompetenzbereich. Dies ist nur folgerichtig und die einzig mögliche Konsequenz aus dem maßlosen Verhalten der Stadt Bremen, um die DFL und ihre Mitglieder vor unabsehbaren finanziellen Verlusten zu schützen“, so DFL-Präsident Reinhard Rauball auf einer Pressekonferenz nach Verkündung des Urteils. „Bremen darf keine Schule machen!“. Beim Bremer Noch-Bundesligisten zeigte man sich überrascht und verärgert zugleich: „Es kann nicht sein, dass wir als DFL-Mitglied für politische Entscheidungen der Stadt Bremen herhalten sollen. Selbstverständlich werden wir umgehend rechtliche Schritte prüfen“, teilte ein Sprecher des Clubs mit.

Champions League: Senderechte wechseln künftig in Halbzeit

Die Senderechte über die Spiele der UEFA Champions League werden künftig nicht mehr für das gesamte Spiel vergeben. Die Sender können mit Beginn der neuen Saison nur noch einzelne Halbzeiten erwerben, so UEFA-Präsident Aleksander Čeferin. „Dadurch werden wir noch zuschauerfreundlicher, weil nicht alle Fans bei allen Pay-TV Sendern Kunden sind.“ Es könne jetzt eine noch größere Zahl von Zuschauern noch mehr Spiele sehen, wenn auch nicht immer in voller Länge, so Čeferin. Noch nicht geklärt ist, wer etwaige Verlängerungen und Elfmeterschießen überträgt. „Auch hier streben wir eine einzelne Vermarktung an. Es fehlt allerdings noch eine Verständigung über die Höhe des Entgelts für die Fälle, in denen es nicht zu einer Verlängerung oder Elfmeterschießen kommt. Werden wir uns hier nicht einig, dann bleiben die Bildschirme nach der regulären Zeit eben schwarz.“

Wegen Brexit: Bayern, Dortmund und Schalke bleiben in Champions League

Es gibt noch Hoffnung für einen Verbleib der deutschen Spitzenclubs Bayern, Dortmund und Schalke in der Champions League: Sollten die Briten am 29.03.2019 die Europäischen Union ohne Vertrag (no-deal Brexit) verlassen, werden automatisch alle britischen Mannschaften aus allen europäischen Wettbewerben ausscheiden. Der vom britischen Parlament mehrfach abgelehnte Brexit-Vertrag sah hier eine Übergangslösung vor, zu der es jetzt nicht mehr kommen wird. Dadurch bleiben Bayern, Dortmund und Schalke im Champions League Wettbewerb, weil ihre Niederlagen gegen die britischen Clubs nicht gewertet werden.

Hoeneß setzt Löw ab – Heynckes übernimmt

Nach dem Rauswurf der Bayern-Stars Müller, Boateng und Hummels durch Bundestrainer Joachim Löw setzt Bayern-Boß Uli Hoeneß Löw als Chef der Nationalelf ab. „Löw hat erneut gezeigt, dass er mit seinem Amt völlig überfordert ist. Deshalb hatte ich keine Wahl. Ich musste ihn entlassen“, so Hoeneß vor der Presse in München. „Gleichzeitig habe ich meinen alten Freund Jupp Heynckes kommissarisch als Bundestrainer eingesetzt.“