Streit um Zölibat: Benedikt setzt Franziskus ab

Der Streit um den Zölibat für Priester in der katholischen Kirche eskaliert: Papst Benedikt XVI. hat seinen Nachfolger Franziskus des Amtes enthoben. Dabei beruft er sich auf seine älteren Rechte als Papst. Vor Franziskus war Benedikt ins Amt berufen worden und hatte vor sieben Jahren Franziskus Platz gemacht – vorübergehend, wie sich jetzt zeigt. Hintergrund ist der im Vatikan erbittert geführte Streit um den priesterlichen Zölibat, den Benedikt für unverzichtbar hält. Franziskus kennzeichnete ihn lediglich als änderbare Tradition und hatte zugleich angekündigt, in Kürze über eine Lockerung des Zölibats zu entscheiden. Dem ist Benedikt nunmehr zuvor gekommen.
Bild: Benedykt_xvi.jpg: Tadeusz Górnyderivative work: Stevertigo [Public domain]

Neuer wechselt zu Schalke

Der bisherige Bayern-Keeper Manuel Neuer wechselt zum Saisonende zum FC Schalke 04. „Ich habe über die Feiertage da mal angerufen, weil ich ja wusste, dass die einen Torwart suchen“, so Neuer gegenüber der Presse. „Schalke hat mich groß gemacht. Deshalb kehre ich sehr gern zu meinem alten Verein zurück“. Zuvor hatten die Bayern bekannt gegeben, den Schalker Torwart Alexander Nübel zur neuen Saison verpflichtet zu haben. Neuer, so heißt es, war mit dem Transfer nicht einverstanden. Nübel (23) gilt als Deutschlands größtes Torwarttalent. Neuer (33) war vor neun Jahren von Schalke zu den Bayern gewechselt.
Bild: Granada [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

Bayern-Krise: Hoeneß kehrt zurück

Der krisengeschüttelte FC Bayern kann aufatmen: Uli Hoeneß kehrt als Bayern-Präsident an die Spitze des Vereins zurück. Dies beschlossen der Aufsichtsrat und der Verwaltungsbeirat einstimmig in einer Krisensitzung. „Nur der Uli kann uns jetzt aus der Krise führen“, hieß es in einer Presseerklärung des Vereins. „Mit seiner Erfahrung und seinem Können werden wir die richtigen Weichen in Sachen Trainer und Mannschaft stellen.“

Jetzt auch Doppelspitze bei der CDU – Merz wird neben Kramp-Karrenbauer Vorsitzender

Friedrich Merz

Durchbruch bei den Personaldebatten in der CDU: Nach der SPD, den Grünen, den Linken und der AfD installiert jetzt auch die CDU eine Doppelspitze. Friedrich Merz, Hoffnungsträger des konservativen Flügels der Partei, wird künftig neben Annegret Kramp-Karrenbauer als einer von zwei Vorsitzenden amtieren. „Damit sind die Personaldiskussionen innerhalb der CDU beendet“, so ein Sprecher der Partei gegenüber unserer Zeitung. „Zugleich vertritt die erweiterte Parteispitze nunmehr das gesamte Spektrum unserer Partei“.
Bild: (c) Deutscher Bundestag / MELDEPRESS/Sylvia Bohn

Queen entlässt Johnson

Queen Elisabeth II hat ihren Premierminister Boris Johnson entlassen. „Ich habe ihn eingesetzt und dann kann ich auch entlassen“, so die Queen in einer öffentlichen Erklärung. Aus gewöhnlich gut informierten Kreisen heißt es, dass die Queen von Johnson enttäuscht sei. Er sei „horrible“, höre ihr nicht zu, will nichts über ihre Pferde wissen und regiere nicht ordentlich. Außerdem habe er das Parlament nicht im Griff und verliere ständig Abstimmungen.
Bild: PolizeiBerlin [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

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Trump kündigt Strafzölle gegen US-Notenbank an

Der amerikanische Präsident Donald Trump hat die Entscheidung der US-Notenbank (Fed), die Zinsen nur um 0,25% zu senken, scharf kritisiert. „Die Fed ist völlig ahnungslos und das hartnäckigste Problem der US-Wirtschaft. Ich werde deshalb Strafzölle gegen die Fed verhängen, um sie auf Kurs zu bringen“, so Trump auf Twitter.
Bild: Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Boris Johnson gibt Amt als Premier wieder auf: „Bin überfordert.“

Der gerade erst ins Amt des britischen Premierminister gelangte Boris Johnson gibt sein Amt überraschend schnell wieder auf. „Meine Beamten haben mir erklärt, dass das mit dem Brexit doch nicht so einfach ist. Vor allem wurde mir erläutert, dass wir nach dem Brexit nicht mehr Mitglied der Europäischen Union sind. Dies war mir neu. Auch das ganze Problem mit Nordirland scheint doch ziemlich kompliziert zu sein. Ich bin da einfach überfordert und nicht der richtige Mann.“
Bild: johnhemming [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)]

Nach Doping-Fahndungserfolg: Tour de France vor Abbruch

Nach dem Fahndungserfolg von Europol in 33 Ländern und der Sicherstellung von 3,8 Millionen Doping-Präparaten steht die diesjährige Tour de France offenbar vor dem Abbruch. „Wir haben Schwierigkeiten, unsere Fahrer angemessen auf die schwierigen Alpenetappen vorzubereiten“, heißt es aus den Fahrerlagern. „Jeder weiß, dass die Alpenpässen in der vorgesehenen Zeit von den Fahrern nur in bester Verfassung zu bezwingen sind. Dies ist jedenfalls derzeit gefährdet.“
Bild: Vzach [Public domain]

Einigung in Brüssel: Juncker bleibt EU-Chef

Die Regierungschefs der Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben sich auf Jean-Claude Juncker als Chef der Europäischen Kommission verständigt. Juncker bleibt damit weitere fünf Jahre im Amt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zeigte sich zufrieden: „Ich habe mich durchgesetzt. Juncker hat Regierungserfahrung und trat bei der Europawahl nicht als Spitzenkandidat an“. Auch Angela Merkel zeigte sich erfreut: „Das Spitzenkandidatenprinzip wurde gewahrt. Juncker war ja Spitzenkandidat, wenn auch nicht bei der letzten Wahl. Und er kommt aus der Familie der europäischen Volksparteien“.
Bild: Deutscher Bundestag / HorstWagner.eu

Vorbild Merkel: May will auch nach Rücktritt vom Parteivorsitz Regierungschefin bleiben

Die britische Regierungschefin hat klargestellt, dass sie allein vom Vorsitz der Konservativen Partei zurückgetreten ist und nicht vom Amt der Premierministerin. „Frau Kollegin Merkel hat es in Deutschland vorgemacht. Man kann auch ohne den Parteivorsitz Regierungschefin sein. Nirgends steht geschrieben, dass dies miteinander verknüpft sein muss.“ Der aussichtsreichste Bewerber um dem die Nachfolge Mays, der ehemalige Außenminister Boris Johnson, zeigte sich kampfeslustig. „Wir haben zwar keine geschriebene Verfassung. Es ist aber Brauch, dass der Parteiführer der stärksten Partei auch den Posten des Regierungschefs übernimmt. Außerdem hat May ja auch gezeigt, dass sie es nicht kann.“
Bild: Controller of Her Majesty’s Stationery Office [OGL 3 (http://www.nationalarchives.gov.uk/doc/open-government-licence/version/3)], via Wikimedia Commons