Grüne: Schnitzel künftig 5 Euro – Jamaika vor dem Aus?

Berlin (nn) – Die Grünen haben in den Sondierungsgesprächen zur Bildung einer Jamaika-koalition aus CDU, CSU, FDP und Grünen gefordert, dass Schnitzel nicht unter 5 Euro veräußert werden dürfen. „Die Agrarwende hat ökologisch eine Bedeutung wie die Energiewende“, erläuterte Fraktionschef Anton Hofreiter. „Ein Drittel des Ausstoßes klimaschädlicher Gase weltweit geht auf das Konto der Agrarindustrie. Außerdem ist die Branche verantwortlich für die Vertreibung von Kleinbauern etwa in Südamerika.“ Den Grüne gehe es hier ums Ganze. „Um die Ernährung aller Menschen mit guten Lebensmitteln und um globale Gerechtigkeit, um Klimaschutz und Artenvielfalt.“ Konkret fordern die Grünen ein Verbot genetisch veränderter Pflanzen sowie die drastische Einschränkung des Einsatzes von Antibiotika bei der Tiermast und der Pestizide auf den Äckern sowie ein Verbot der Massentierhaltung. Die Vertreter der anderen Parteien reagierten empört. „Wer mit dem Verzehr seines Schnitzels gelegentlich eine sehr geringe und vor allem eine gesundheitlich völlig ungefährliche Dosis handelsüblicher Antibiotika zu sich nehmen will, sollte dies auch in Zukunft tun dürfen. Alles andere ist schädlicher Dirigismus.“ Deutschland verdanke seinen Wohlstand nicht grüner Bevormundung „sondern der freien Marktwirtschaft in der jeder selbst entscheidet was er zu welchem Preis zu sich nimmt“. Die Sondierungsgespräche wurden vorläufig unterbrochen. Es kommt zu einer Krisensitzung der Parteivorsitzende.

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