Wirbel um Schweinsteiger: Mannschaft will Kapitän selbst wählen

2287052014_50c06d2d43_zFrankfurt (nn) – Große Aufregung im Team des Weltmeisters: Ein wesentlicher Teil der Mannschaft ist mit der Entscheidung des Bundestrainers Joachim Löw, Bastian Schweinsteiger zum neuen Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft zu ernennen, nicht einverstanden. Insbesondere das Verfahren stößt auf breite Ablehnung. „Den Kapitän, der doch die Interessen der Spieler vertreten soll, von oben autokratisch zu bestimmen, widerspricht zutiefst den Grundprinzipien des DFB als demokratisch organisiertem Verband“, heißt es in einem Schreiben an den DFB-Chef Wolfgang Niersbach, das von zahlreichen amtierenden und auch ehemaligen Nationalspielern unterzeichnet wurde. Der DFB müsse hier Vorbild sein. „Deshalb fordern wir die Wahl des Kapitäns der Nationalmannschaft durch die Mannschaft.“ Niersbach bestritt die Existenz des Schreibens. „Ich habe nichts bekommen. Außerdem ist mit den Unterzeichnern Stillschweigen vereinbart worden. Wir wollen dies intern klären.“ Im Übrigen bekenne sich der DFB zur Demokratie. „Aber was zu weit geht, geht zu weit.“

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Nach WM-Halbfinale: Bundestrainer Löw suspendiert – Rehhagel übernimmt

Soll nun Deutschland zum WM-Titel und zur Euro 2016 führen: Otto Rehhagel

Soll nun Deutschland zum WM-Titel und zur Euro 2016 führen: Otto Rehhagel

Frankfurt/Belo Horizonte (hw) – Schnelle und unerwartete Reaktion der DFB-Verantwortlichen nach dem Halbfinale der DFB-Elf gegen Brasilien. Noch in der Nacht wurde Bundestrainer Jogi Löw überraschend von seinen Aufgaben entbunden. Ab sofort wird Otto Rehhagel die sportliche Leitung des DFB-Flaggschiffs übernehmen und auch schon im Finale auf der Bank sitzen. Ursprünglich war ein entsprechender Kontrakt für den Fall eines frühzeitigen Scheiterns vorbereitet worden. Doch nun wird dieser Schritt trotz des Erreichens des WM-Finales vollzogen. Das Trainer-Urgestein soll der deutschen Auswahl nach einer streckenweise desolaten Vorstellung gegen den Rekordweltmeister wieder Selbstvertrauen zurückgeben. Zudem war zuletzt das Verhältnis des Bundestrainers  zum  Verband duch die Installation von Lothar Matthäus als Mental-Coach stark getrübt.  „König Otto“ wird die deutsche Auswahl bis zur EM 2016 betreuen, Matthäus wird ihm weiterhin zur Seite stehen. „Entscheidend war das „Wie“ dieses Sieges, das unseren hohen Ansprüchen – ich erinnere nur an  die nachlässige 2. Halbzeit, in der wir uns auch noch dieses völlig überflüssige Gegentor einhandelten – nicht genügen kann. Offensichtlich hat der Bundestrainer die Mannschaft nicht mehr erreicht. Da mussten wir reagieren. Otto war aber sofort bereit, diese schwierige Aufgabe zu übernehmen. Jogi Löw wird künftig die U-15 betreuen, damit wir schon in den unteren Jahrgängen mehr Erfolge erzielen können.“ So äußerte sich DFB-Präsident Wolfgang Niersbach gegenüber unserer Zeitung.

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WM: Riesenärger! Podolski: „Ich will nur noch für England spielen“

Nie mehr für Deutschland? Lukas Podolski

Nie mehr für Deutschland? Lukas Podolski

Rio de Janeiro (hw) – Nun hat es richtig gekracht im deutschen Team. Lukas Podolski ist über seine Nichtberücksichtigung für die Startelf im Viertelfinale gegen Frankreich dermaßen verärgert, dass er „nie mehr für Deutschland spielen“ will. Dies erklärte der Ex-Kölner noch vor dem Anpfiff des Klassikers in einem Fernsehinterview. „Ich bin inzwischen sowieso mehr Engländer. Deshalb werde ich das Angebot des englischen Verbandes annehmen. Dort dürfte ich sogar ab und zu ins Tor. Ich will immer spielen und das habe ich dem Bundestrainer auch ganz klar gesagt“, äußerte sich der Wahl-Londoner weiter. Auch auf Einwände, dass dies ja wohl nicht möglich sei, reagierte „Prinz Poldi“ entschieden: „Dann ziehe ich halt vors Sportgericht. Mein Berater hat gesagt, das ist für meine Entwicklung wichtig. Ist doch wohl logisch, dass ich als Spieler von Arsenal auch für England spielen darf, ey.“

 

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WM: Löw holt Matthäus als Mental-Coach

Kommt noch vor USA spiel als Mental-Coach: "Loddar" soll's richten

Kommt noch vor USA-Spiel als Mental-Coach: „Loddar“ soll’s richten

Santo André/Frankfurt (hw) – Bundestrainer Jogi Löw hat sich vor dem entscheidenden Spiel gegen Brasilien Verstärkung ins Trainerteam geholt. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus wird bis zur EM 2016 Mental-Coach der deutschen Nationalelf. „Lothar wird uns mit seiner riesigen Erfahrung sicher weiterhelfen. Wir sind sehr froh, dass er sofort zugesagt hat. Wir haben gemerkt, dass wir in dieser Phase des Turniers etwas tun müssen, um das Optimum zu erreichen“, so der Bundestrainer gegenüber unserer Zeitung. Matthäus soll das Team zu noch mehr Geschlossenheit führen und insbesondere den Siegeswillen und den Glauben an sich selbst weiter verstärken. Matthäus selbst gibt sich hochmotiviert: „Als 150-maliger Nationalspieler, Weltmeister und erfahrener und erfolgreicher Trainer bin ich sicher der Richtige, der der Mannschaft die entscheidenden Impulse geben kann. Ich werde zunächst Einzelgespräche führen und denke, allein weil alle zu mir aufschauen, die Defizite beseitigen zu können. Jede Mannschaft braucht auch eine Hierarchie. Und genau da sehe ich im Moment das Problem.“ Mannschaftskapitän Philipp Lahm findet es „super, dass Lothar kommt. Gerade Weltklassespieler wie ich brauchen Coaching auf höchstem Niveau.“

 

 

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Nach EM-Pleite: Bundestrainer Löw führt Manndeckung wieder ein

Joachim_LöwFrankfurt (nn) – Nach dem misslungenen Start in die EM-Qualifikation hat Bundestrainer Joachim Löw angekündigt, die umstrittene Raumdeckung aufzugeben und die Manndeckung wieder einzuführen. „Bewährtes soll man nicht ohne Not vorschnell aufgeben. Mit der Manndeckung haben gerade deutsche Mannschaften bei vielen Welt- und Europameisterschaften hervorragende Ergebnisse erzielt“, so Löw gegenüber der Presse. Außerdem sei die Raumdeckung grundsätzlich eine intellektuelle Überforderung für Fußballer. „Ich jedenfalls bin bei der Vermittlung gescheitert.“ Aber auch in der Sache selbst sei sie verfehlt. „Räume schießen keine Tore. Deshalb muss man Räume auch nicht decken.“

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