documenta: Athen will nicht Gastgeber sein

IMG_0236

Athen will keine documenta

Kassel/Athen (nn) – Die Stadt Athen hat es abgelehnt, im Jahre 2017 neben der Stadt Kassel Ausstellungsort der documenta 14 zu sein. Damit wird es vorläufig nicht zu der vom künstlerischen Leiter Adam Szymczyk angekündigten Zweiteilung der Ausstellung kommen. „Wir haben hier in Athen andere Sorgen, als uns mit Kassel eine Kunstausstellung zu teilen“, so der Athener Bürgermeister Giorgos Kaminis. „Die Arbeitslosenquote liegt bei 26,4 Prozent. Unter den 15- bis 24-Jährigen beträgt sie sogar knapp 51 Prozent. Dies ist das Ergebnis der radikalen Senkung öffentlicher Ausgaben, zu der wir von der Europäischen Union gezwungen wurden.“ Diese falsche Politik habe außerdem dazu geführt, dass sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffne. „Das reichste Fünftel der Bevölkerung hat ein 6,6-mal höheres Einkommen als das ärmste Fünftel. In keinem anderen EU-Land gibt es so krasse Unterschiede“, so der Bürgermeister, der im letzten Jahr wegen des rigiden Sparkurses von aufgebrachten Athenern verprügelt worden war. „Vor diesem Hintergrund ist es unserer Bevölkerung nicht vermittelbar, aus öffentlichen Geldern für die sehr kurze Zeit von lediglich 100 Tagen eine Kunstausstellung zu finanzieren.“

Foto: privat

Kasseler Weihnachtsmarkt findet auf dem Flughafen Calden statt

Kassel freut sich auf den Weihnachtsmarkt  am Flughafen Calden

Kassel freut sich auf den Weihnachtsmarkt am Flughafen Calden

Kassel (hw) – Die gute Nachricht zuerst: In diesem Jahr kann der Weihnachtsmarkt wieder pünktlich am 24. November beginnen. Jedoch müssen sich die Nordhessen erneut auf eine neue „Location“ einstellen. Aufgrund des zu erwartenden riesigen Besucherandrangs steht in der Stadt Kassel nicht genügend Parkraum zur Verfügung. „Das ist eine schwierige Situation, das wissen wir“, heißt es von Seiten des Veranstalters Kassel Marketing. „Aber aufgrund der unzähligen Besuchergruppen mit Reisebussen sehen wir uns nicht in der Lage, in der Stadt genügend Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Wir sind aber froh, mehr als einen Ersatz für die Kasseler Innenstadt gefunden zu haben.“ Oberbürgermeister Bertram Hilgen persönlich hatte bei einem seiner zahlreichen Ausflüge zum Kasseler Flughafen die zündende Idee: „Warum eigentlich nicht Calden?“ Und in der Tat ist der Flughafen eine gute Wahl. Da der Kasseler Airport „auch in diesem Sommer stets an der Kapazitätsgrenze arbeitete und demzufolge das Programm im Winter zurückgefahren werden muss“, so Hilgen, stünden dort zur Weihnachtszeit genügend Ressourcen zur Verfügung. „Wir finden dort eine hervorragende Infrastruktur vor, die für die Durchführung unseres Weihnachtsmarkts geradezu ideal ist. Auch Ralf Schustereder (Geschäftsführer der Flughafen GmbH, die Red.) zeigte sich spontan begeistert von der Idee.“ Nun wird es also „bis weit in den Januar hinein“ (Pressemitteilung von Kassel Marketing) ein buntes und „pickepackevolles Programm“ für den Weihnachtsmarkt geben. Geplant ist nicht nur eine Wiederauflage des beliebten „Erlebnis-Winterdienst-Tages“, sondern auch erneut das spektakuläre Public-Viewing mit Live-Schaltungen zu den Weihnachtsmärkten in aller Welt. Die besondere Attraktion wird ein echtes Flugzeug sein, dass von den Besuchern sogar besichtigt werden darf. Dafür konnte eigens die „Haus-Fluggesellschaft“ des Kasseler Flughafens gewonnen werden. Germania wird ein Original-Flugzeug der Flotte zur Verfügung stellen und dort auch regelmäßige Führungen anbieten. Kassel und Nordhessen können sich also auf einen „Weihnachtsmarkt der besonderen Art“ freuen, wie der Oberbürgermeister zum Ende des Pressegesprächs freudig mitteilte.

 

 

Bild:

documenta 14 in Athen und New York

Adam Szymczyk

Adam Szymczyk

Kassel/Athen/New York (nn) – Die documenta 14 wird 2017 nicht in Kassel sondern in Athen und New York stattfinden. Dies teilte der neue Künstlerische Leiter der documenta, Adam Szymczyk, gegenüber der Presse mit. Seit der Gründung der documenta im Jahr 1955 ist die Stadt Kassel Gastgeberin der Ausstellung und damit zahlreicher Künstlerinnen und Künstler sowie anderer Kulturschaffender aus aller Welt. „Diese Gastgeberrolle – samt allen Privilegien, die diese mit sich bringt – ist nicht länger haltbar und verlangt förmlich nach einer Infragestellung. Es wird deshalb eine neue Doppelstruktur der documenta 14 geben: Die documenta 14 wird 2017 in New York und Athen stattfinden. Die documenta wird damit ihre unangefochtene Position als Gastgeberin zugunsten einer anderen Rolle ruhen lassen: der Rolle des Gastes in New York und Athen“, so Szymczyk. Er merkte weiter an, dass diese Entscheidung auf vielfältigen grundsätzlichen Überlegungen basiere. Diese hängen mit der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Situation in Europa und weltweit zusammen, die künstlerisches Handeln motiviere. Darüber hinaus lassen sie es notwendig erscheinen, dass sich in der documenta 14 die greifbare Spannung zwischen dem Norden und dem Süden – die in der zeitgenössischen kulturellen Produktion reflektiere, artikuliere und gedeutet werde – manifestiert. Teil dieser Herausforderung sei es, die Fallen einer binären Logik zu umgehen und die sich wandelnden Wirklichkeiten nachhallen zu lassen. Anstelle eines einzigen Spektakels mit einem festem Ort und einer klaren zeitlichen Struktur, wie sie für internationale Großausstellungen charakteristisch seien, werde die documenta 14 zwei Durchläufe umfassen, die sich zeitlich und räumlich in einem dynamischen Gleichgewicht befinden. Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) zeigte sich begeistert: „Dass die documenta 14 in Athen und New York stattfinden wird, rückt Kassel zusätzlich in den Focus der weltweiten Aufmerksamkeit. Wird dadurch doch deutlich, dass wir uns in Kassel auch mit drängenden internationalen Fragen beschäftigen. Das Ausstellungskonzept bietet die Chance, die Perspektive zu verdoppeln. Und zwar in voller künstlerischer Freiheit, die die Stelle des jeweiligen Kurators seit Jahrzehnten auszeichnet“, sagte Hilgen. Er habe großes Vertrauen in Adam Szymczyk und sein Team, dass er aus dieser spannenden Idee ein gelungenes Konzept für die documenta 14 machen wird.

Foto: von Haemmerli (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

 

Oberbürgermeister Hilgen (SPD): Kassel-Calden wurde nicht gebaut, damit dort Flugzeuge fliegen

P1060872Kassel (nn) – „Der Flughafen ist wirtschaftlich erfolgreich. Wir haben Kassel-Calden nicht gebaut, damit dort Flugzeuge an- und abfliegen. Uns ging es von Anfang an um die Gewerbesteuer, die wir dort generieren“, so Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) auf die Kritik der Opposition an der anhaltenden Erfolglosigkeit des Regionalflughafens Kassel-Calden. In den Prognosen, mit denen der Bau des Flughafens begründet wurde, sollten bereits im ersten Jahr bis zu 500.000 Passagiere Kassel-Calden nutzen. In den ersten fünf Jahren sollten sich diese Zahlen verdoppeln, so die Gutachter. Tatsächlich wurden im ersten Jahr 46.557 Passagiere gezählt. Auch im zweiten Jahr werden die Zahlen nicht besser. Dafür aber mittelfristig, so Hilgen. „Da werden auch die Passagierzahlen steigen. Das sagen alle Prognosen.“

Foto: privat

Flughafen Kassel-Calden: Bald die Nr. 1 in Deutschland – Lufthansa kommt ab 2015

 

Flughafen Frankfurt - Spielt Kassel bald in dieser Liga?

Flughafen Frankfurt – Spielt Kassel bald in dieser Liga?

Kassel/Calden (hw) – Einst als Regionalflughafen geplant, ist der Kasseler Flughafen nun drauf und dran zu den führenden Airports Europas aufzustoßen. Der große Erfolg des ersten Jahres (über 40.000 Passagiere) macht die Nordhessen hungrig. Durch den Aufkauf umliegender Grundstücke soll nun wohl für die Zukunft vorgesorgt werden. „Der Kasseler Flughafen ist bereits nach gut einem Jahr an seinen Kapazitätsgrenzen angelangt. Deshalb kann nur ein zügiger Ausbau die Konsequenz sein. Und aufgrund der geografischen Lage sehe ich für Kassel auch gewisse Standortvorteile vor Frankfurt“, teilte Hessens Finanzminister und Aufsichtsratchef der Kasseler Flughafen-GmbH Thomas Schäfer am Abend mit. Auch Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen zeigte sich zuversichtlich: „Wenn wir die nötigen Voraussetzungen schaffen, wovon ich einmal ausgehe, können wir mittelfristig an Frankfurt/Main vorbeiziehen.“ Schon in einem Jahr soll mit der Fertigstellung der ersten von insgesamt vier neuen Startbahnen der Anschluss an die weite Welt vollzogen werden. Die neue Startbahn erfüllt alle Voraussetzungen, um auch Ziele in Fernost und Amerika durchführen zu können. Dies erfreut nicht zuletzt die großen Fluggesellschaften, die durch die entsprechend große Nachfrage schon seit Langem in den Startlöchern stehen. Die Lufthansa jedenfalls hat ihren Flugplan ab 2015 „schon in der Schublade. Es fehlen nur noch die Unterschriften für die Zusammenarbeit, aber das ist reine Formsache“, heißt es dazu aus der Pressestelle der deutschen Vorzeige-Fluggesellschaft. Bei der Lufthansa, die bislang sehr zurückhaltend beim Thema KSF war, ist man wohl durch die Gründung der Kasseler Fluggesellschaft „Chassalla Wings“ unter Druck geraten und steigt nun doch am Kasseler Vorzeige-Airport ein.  Der Frankfurter Flughafen wollte sich zu den Plänen „derzeit nicht äußern“, so die kurze Antwort aus der Main-Metropole.

 

Bild: Brücke-Osteuropa  This file is made available under the Creative Commons CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication.

Kassel Huskies verpflichten Timo Hildebrand

Ab sofort ein Husky: Timo Hildebrand

Ab sofort ein Husky: Timo Hildebrand

Kassel/Rauma (hw) – Großes Erstaunen in Kassel. Hatte man zu dieser Saison die  Verpflichtung des dänischen Eishockey-Nationaltorwarts Simon Nielsen bekanntgegeben, mussten die Nordhessen nun nach Saisonstart erkennen, dass sie sich wohl allzu leichtfertig auf ihre Scouts verlassen hatten. Denn statt des Dänen, derzeit in Diensten des finnischen Vereins Lukko Rauma stehend, nahm man den vereinslosen ehemaligen deutschen Fußball-Nationaltorwart Timo Hildebrand unter Vertrag. Manager Joe Gibbs zeigte sich nach anfänglicher Irritation äußerst gefasst: „Da hat es wohl das ein oder andere Missverständnis zwischen unserer Scouting-Abteilung und der Pressestelle gegeben. Sicher hervorgerufen durch die Ähnlichkeit der beiden. Fakt ist, dass wir uns von Timo eine riesige Außenwirkung versprechen. Sicher wird er am Anfang einige Umstellungsprobleme vom Fußball auf Eishockey haben. Aber unser Trainerstab wird ihn mit aller Kraft dabei unterstützen. Wir freuen uns auf eine hoffentlich langfristige Zusammenarbeit.“ Timo Hildebrand selbst wollte sich zu dem überraschenden Transfer bisher nicht äußern. Sein Berater teilte mit, dass „sich ein Torhüter in diesen Zeiten immer breit aufstellen und flexibel zeigen muss“.

Bild: Stefan Baudy   Weitergabe unter gleichen Bedingungen Bestimmte Rechte vorbehalten

 

 

Eklat bei Rigoletto-Aufführung: Tochter überlebt, Herzog wird ermordet

2765492512_de721e93b9_zKassel (nn) – Zu einem Eklat kam es bei der Aufführung von Verdis Oper Rigoletto im Kasseler Staatstheater: Entgegen der historischen Vorlage wurde nicht die Tochter Rigolettos, Gilda, ermordet, sondern der Herzog. „Der Schluss des Stückes spiegelt eine tradierte und völlig überholte Frauenrolle in einer von Männern beherrschten Gesellschaft wider und widerspricht dem Bild einer selbstbewussten und emanzipierten Frau. Deshalb haben wir da korrigierend eingegriffen“,  heißt es im Programmheft. „Eine betrogene Frau lässt sich heute nicht mehr für ihren treulosen Liebhaber umbringen, sondern tötet ihn selbst.“ Für das Publikum völlig überraschend wurde deshalb am Ende nicht Gilda anstelle ihres treulosen Herzogs umgebracht, sondern der Herzog selbst durch Gilda in einem „Akt der Selbstbefreiung“. Es entfiel außerdem die weltberühmte Arie La donna è mobile. „Die moderne Frau ist nicht launisch. Sie handelt konsequent.“

Foto: flickr/balachandar CC-Lizenz:  Bestimmte Rechte (Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen) vorbehalten

Kassel: Heinrich-Schütz-Schule wird wieder Gymnasium

Heinrich-Schütz-Schule_Haupteingang01Kassel (nn) – Die Heinrich-Schütz-Schule wird von einer Gesamtschule in ein grundständiges Gymnasium umgewandelt. Dies gab Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) nach einer Sitzung des Magistrats bekannt. „Ich werde die Fraktionen von SPD und Grünen anweisen, einer entsprechenden Änderung des Schulentwicklungsplanes zuzustimmen. Wir müssen hier auf das geänderte Einwahlverhalten der Eltern reagieren.“ Immer mehr Eltern in Kassel schicken ihre Kinder an die Gymnasien. Waren es 2009 noch 659 Kinder, die nach der Grundschule ein Gymnasium besuchten, so werden es im kommenden Schuljahr trotz insgesamt sinkender Schülerzahlen 843 Kinder sein. Entsprechend kommt es an den Gesamtschulen zu einem starken Rückgang der Schüler: Vor fünf Jahren wählten sich 946 Schüler in eine Kasseler Gesamtschule ein, für das kommende Schuljahr sind es nur noch 658. Die rotgrüne Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung hatte erst vor wenigen Monaten gegen massiven Widerstand durchgesetzt, die Joseph-von-Eichendorff-Schule, eine Gesamtschule, zu schließen und den Schulstandort aufzugeben. „Aus dieser Erfahrung haben wir gelernt und handeln jetzt frühzeitig. Die Heinrich-Schütz-Schule bietet sich auch deshalb für eine Umwandlung an, weil sie ursprünglich ein Gymnasium war“, so der Oberbürgermeister.

Bild: Markus Schulenburg, Creative Commons: Bestimmte Rechte (Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen) vorbehalten.

Kassel: Künftig alle Buslinien durch Königsstraße

Neues Verkehrskonzept: Bald fahren alle Busse und Bahnen durch diie Kasseler Königsstraße

Neues Verkehrskonzept: Bald fahren alle Busse und Bahnen durch diie Kasseler Königsstraße

Kassel (hw) – Kaum wurden die Umstrukturierungspläne der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) bekanntgegeben, sickern auch schon konkretere Informationen durch. Bekanntlich sollen ab Dezember einige Busverbindungen ausgedünnt werden. Dafür wird aber das Angebot an hoch frequentierten Strecken verbessert. Wir konnten nun schon mal vorab ein – sicher nicht unwesentliches – Detail dieser Pläne in Erfahrung bringen. Da die Königsstraße der am meisten nachgefragte Streckenabschnitt ist, werden künftig nicht nur alle Straßenbahnen sondern auch sämtliche Buslinien durch die Kasseler Innenstadt geführt werden. „Hier ist die Nachfrage am größten. Deshalb ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir dort als erstes ansetzen werden“, bestätigte uns ein Sprecher des Verkehrsunternehmens. Hierdurch solle nun gewährleistet werden, dass pro Minute mehrere Linien zu An- und Abfahrt an allen Haltestellen in der Kasseler „Fußgängerzone“ bereitstehen. Wie denn nun die Verbindungen in den Randgebieten der Stadt künftig aussehen sollen, wollte die KVG nicht beantworten. Dass dort nun aber auch tiefere Einschnitte folgen werden, verrät folgende Stellungnahme: „Allerdings ist es ja kein öffentlicher Nahverkehr, wenn am Stadtrand abends drei Leutchen durch die Gegend geschaukelt werden wollen. Das ist Individualverkehr. Und dafür haben wir in Kassel Taxis.“

 

 

 

Bild: User:Mahlum Ich, der Urheberrechtsinhaber dieses Werkes, veröffentliche es als gemeinfrei. Dies gilt weltweit.

Kassel: Zissel heißt nun WINGAS(sel)-Wasserfest – „d’r Häring“ muss weichen

Schon beim nächsten Zissel wird er nicht mehr hängen: "d'r Häring"

Schon im August wird er nicht mehr aufgehängt: „d’r Häring“ am Rondell

Kassel (hw) – Neuer Sponsor, neuer Name, neue Attraktionen. Kassels traditionsreiches Volksfest erscheint in diesem Jahr in neuem Gewand. Für die nächsten fünf Jahre ist das Kasseler Gashandelsunternehmen WINGAS als Hauptsponsor eingestiegen. Dies wurde am Abend auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben. Das bringt einerseits Planungssicherheit und die Möglichkeit, das Programm noch attraktiver zu gestalten (unter anderem versuche man nun, Hochkaräter wie Mickie Krause und Michael Wendler zu verpflichten). Auf der anderen Seite müssen sich die Kasseläner, Kasselaner und Kasseler an einige Neuerungen gewöhnen. „Mit dem neuen Namen wollen wir etwas frischen Wind in das Fest bringen und die Modernisierung des Festes auch nach außen dokumentieren“, erläuterte ein WINGAS-Sprecher das neue Konzept. Dazu gehöre auch, der ökologischen Verantwortung nachzukommen. Deshalb habe man sich in Absprache mit dem ausrichtenden Verein „Zissel in Kassel.e. V.“ dazu entschlossen, in Zukunft auf das Wahrzeichen des Volksfestes, den „Häring“ zu verzichten. „Da der Hering z. B. in der Ostsee sehr bedroht ist, kann es nicht das richtige Zeichen sein, mit diesem Symbol zum massenhaften Verzehr des so beliebten „Schmandherings“ aufzurufen. An die Stelle des Herings wird der Fulle-Stunz treten, der das WINGAS(sel)-Wasserfest in Zukunft symbolisieren wird. Die Brücke zur Tradition sehe man durch das Wortspiel aus Unternehmensnamen und der Mundartversion der Stadt „ausgesprochen originell“ gelöst. Auch Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen zeigte sich vollauf begeistert: „Wir haben hier einen großartigen Mix aus innovativem Sponsoring und verantwortungsvoller Weiterführung unseres wunderschönen Festes gefunden.“

Bild: Frank Schulenburg  This file is licensed under Creative Commons ShareAlike 1.0 License.