WM-Boykott: Holland und Italien fahren wegen Skripal und Syrien nicht nach Russland

Amsterdam/Rom (nn) – Die Regierungen aus Italien und den Niederlanden haben in einer gemeinsamen Erklärung verkündet, ihre Nationalteams nicht zur Fußball-WM nach Russland zu entsenden. Hintergrund ist die mutmaßliche Ermordung von Sergej Skripal durch den russischen Geheimdienst sowie die Eskalation in Syrien. Erforderlich sei hier ein starkes Signal gegenüber Russland, heißt es in der Erklärung. Gleichzeitig werden die übrigen Mitglieder der Europäischen Union aufgefordert, die Fußball-WM in Russland ebenfalls zu boykottieren. Zurückhaltend äußerten sich die Regierungen aus Deutschland und Frankreich. „Wir schlagen vor, dies auf einem Sondergipfel im September intensiv zu beraten“, heißt es in gleichlautenden Stellungnahmen aus Berlin und Paris.
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Postillon übernimmt Presseabteilung des Kreml

Vladimir_Putin_12023Fürth/Moskau (nn) – Die Redaktion der in Fürth erscheinenden Tageszeitung „Der Postillon“ übernimmt mit sofortiger Wirkung die Presseabteilung der russischen Regierung. Russland müsse nicht mehr ständig für neue Nachrichten sorgen und für den Postillon entfalle das leidige Recherchieren und Lesen von langweiligen Presseerklärungen.  „Es wird zu erheblichen Synergieeffekten kommen“, versichern beide Seiten in einer gemeinsamen Erklärung. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.“ Die erste Frucht dieser Zusammenarbeit ist der heute bekannt gewordene Vorschlag aus Russland, Fifa-Präsident Sepp Blatter möge den Nobel-Preis erhalten.

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Schalke muss Heimspiele in Russland austragen

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Hier spielt Schalke künftig seltener.

Gelsenkirchen (hw) – Bundesligist Schalke 04 wird in den nächsten Jahren einen Teil seiner Heimspiele in Russland austragen müssen. Eine entsprechende vertragliche Vereinbarung mit dem Hauptsponsor Gazprom wurde von einem Vereinssprecher bestätigt. Damit muss der Revierklub wohl der Tatsache Tribut zollen, in den letzten Jahren weder eine nationale Meisterschaft, noch einen internationalen Titel errungen zu haben. Der DFB-Pokalsieg 2011 spielt in dieser Vereinbarung keine Rolle, da er dort als „nachrangiger Wettbewerb“ eingestuft wird. Ein Gazprom-Sprecher äußerte sich sehr erfreut, „dass wir unsere Gelsenkirchener Freunde bald in unserem Land begrüßen dürfen“. Der Sponsorenvertrag sieht vor, dass in den nächsten fünf Jahren sechs der 17 Heimspiele der Bundesliga und ein eventuell erreichtes Viertelfinalspiel der internationalen Wettbewerbe auf russischem Boden stattfinden muss. Von Schalker Seite hat man „überhaupt kein Problem damit. Wir planen ja schon seit Langem in diese Richtung. Sollten wir in den nächsten fünf Jahren einen entsprechenden Erfolg haben, was ja nicht unwahrscheinlich ist, können wir ohnehin wieder frei über die Austragung entscheiden. Zudem öffnet eine Präsenz in Russland ja auch neue Märkte für uns. Wir als Schalke 04 sehen das durchweg positiv. Und für unsere Fans werden wir selbstverständlich günstige Flugreisen organisieren“, teilte  Manager Horst Heldt unserer Zeitung mit.

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DFB stellt WM in Russland in Frage

Wolfgang_NiersbachFrankfurt (nn) – DFB-Präsident Wolfgang Niersbach stellt eine deutsche Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Russland in Frage. „Solange die Regierung in Moskau nicht zur Entspannung der Krise in der Ukraine beiträgt, sind weltweite Sportveranstaltungen dort schwer denkbar. Bleibt Putin bei seiner bisherigen Linie, kann ich mir eine Teilnahme eines deutschen Teams an der Fußball-WM in Russland nicht vorstellen“, so Niersbach. Es wäre das erste Mal in der Geschichte der Weltmeisterschaft, dass der amtierende Weltmeister seinen Titel nicht verteidigt. „Dies würde uns natürlich leid tun. Wenn sich aber nichts grundlegend ändert, bleibt uns keine andere Wahl“, so der DFB-Chef.

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Fifa sagt Fußball-WM in Russland ab

BlatterZürich (nn) – Die nächste Fußball-Weltmeisterschaft 2018 wird nicht in Russland stattfinden. Dies gab Fifa-Präsident Sepp Blatter nach einer Sitzung des Exekutivkomitees bekannt. „Der Abschuss eines Zivilflugzeuges muss Folgen haben. Da können wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen und in diesem Land eine Weltmeisterschaft stattfinden lassen“, so Blatter gegenüber der Presse. Welches Land einspringt, ist noch nicht bekannt. „Diese Entscheidung werden wir nicht überstürzen. Da lassen wir uns Zeit“, so der Fifa-Chef.

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Schalke vor Insolvenz – Gazprom zieht Gelder ab

2009-08-04 039Moskau/Gelsenkirchen (nn) – Der Vorstandsvorsitzende der Gazprom AG, Alexei Miller, hat angekündigt, dass sein Konzern mit sofortiger Wirkung die Sponsorentätigkeit für den Bundesligisten FC Schalke 04 einstellt. Bereits zugesagte Gelder werden nicht mehr zur Auszahlung gebracht. Zuletzt zahlte Gazprom 15 Millionen Euro pro Saison an die Schalker. Miller begründete dies mit der aggressiven Haltung der Bundesregierung  gegenüber Russland im Konflikt um die Ukraine. „Deutschland muss erkennen, dass es sich mit Wirtschaftssanktionen selbst am meisten schadet“, so Miller. Außerdem werde Russland nicht zulassen, dass sich der Westen nach Polen, den baltischen Staaten, Tschechien, Kroatien, Slowenien und Ungarn nun auch noch die Ukraine einverleibe. Schalke reagierte schockiert. „Damit stehen wir vor dem Aus. 15 Millionen können wir nicht ausgleichen“, so Schalke-Vorstand Horst Heldt. „Bereits die nächsten Spieler-Gehälter können wir nicht mehr zahlen.“

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Westliche Sanktionen erfolgreich – Russland zieht Truppen von der Krim ab

7557184904_393630b2e0Washington/Brüssel/Moskau (nn) – Die von den USA und der Europäischen Union verhängten Strafmaßnahmen zeigen unmittelbar Wirkung. Der russische Präsident Putin erklärte in einer eilig einberufenen Pressekonferenz in Moskau, dass er sofort sämtliche Truppen von der Krim abziehen werde. „Mit dieser scharfen Reaktion habe ich nicht gerechnet“, so Putin. „Ich bin beeindruckt von der Härte und vor allem der Einigkeit des Westens.“ Die Europäische Union hatte sich nach tagelangen Verhandlungen darauf verständigt, die Gespräche mit Russland über Visa-Erleichterungen sowie ein neues Russland-EU-Abkommen sofort einzustellen.

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