Frankfurt (hw) – Empfindlich reagierte der Vorstandschef der Frankfurter Eintracht Heribert Bruchhagen am Abend auf Nachfragen der Presse zu möglichen Nachfolgekandidaten für den scheidenden Trainer Armin Veh. Auch die Spekulationen um eine mögliche Verpflichtung des Schweizers Roberto di Matteo dementierte Bruchhagen energisch. „Ich finde es unerhört, dass hier ständig versucht wird, von außen Unruhe in den Verein zu bringen. Ich möchte einmal ein Jahr erleben, in dem wir konzentriert und in Ruhe die neue Saison vorbereiten können. Aus diesem Grund hatten wir zeitig schon vor Monaten die Nachfolge geregelt. Es bleibt dabei: Dragoslav Stepanović ist unser Mann für die Zukunft. Und daran werden auch immer neu aufkeimende Spekulationen nichts ändern“, stellte der Eintracht-Boss klar. Im Umfeld der Eintracht wird die Verpflichtung des Trainer-Urgesteins zum Teil durchaus skeptisch gesehen. Allerdings genießt er auch bei vielen Fans Kult-Status. So hatte sich vor allem die Initiative „Pro Stepi“ kurz nach Bekanntwerden des Veh-Abschiedes dafür eingesetzt, dass die Vereinsführung Kontakt mit dem beliebten Übungsleiter aufnimmt. Ein Sprecher der Initiative gegenüber unserer Zeitung: „Die Eintracht ist Stepi… und Stepi ist Eintracht. Wir freuen uns riesig auf seine Rückkehr.“
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Kassel/Wiesbaden (nn) – In den zum Weltkulturerbe gehörenden Kaskaden im Bergpark Wilhelmshöhe sind Kammmolche gefunden worden. Dies teilte der BUND in einer Pressemitteilung mit. „Bei einer routinemäßigen Kontrolle sind wir fündig geworden. Wir freuen uns sehr, einige wenige Exemplare der vom Aussterben bedrohten Nördlichen Kammmolche dort gezielt schützen zu können. Natürlich ist die Durchführung der Wasserspiele jetzt nicht mehr möglich. Auch ein weiträumiges Betretungsverbot des Bergparkes ist zum Schutz der Tiere erforderlich.“ Ähnlich äußerte sich die Hessische Umweltministerin Priska Hinz (Grüne): „Der Schutz dieser seltenen Tiere geht jetzt vor.“ Dem widersprach ihr Kabinettskollege, Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU): „Das Weltkulturerbe hat Vorrang. Ohne die Wasserspiele und die Möglichkeit, diese zu besuchen, verliert der Bergpark seinen Status als Weltkulturerbe. Dies dürfen wir nicht zulassen.“ Ähnlich äußerte sich der Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD): „Die Kammmolche haben die Wasserspiele bisher nicht gestört. Dies wird auch in Zukunft so sein, da habe ich keinen Zweifel.“ Auch innerhalb der rotgrünen Koalition in Kassel gab es zunächst heftigen Streit zu diesem Thema. Schließlich verständigte man sich auf eine Expertenanhörung.






