Kassel (nn) – Die hochverschuldete Stadt Kassel setzt ihren Konsolidierungskurs konsequent fort. Nach der Schließung von Bibliotheken, Schulen, Schwimmbädern und Bürgerbüros werden jetzt die Subventionen für das Staatstheater gestrichen. „Die Unterhaltung des Staatstheaters kostet uns eine Millionen Euro monatlich. Dies können wir uns nicht länger leisten. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass nur eine verschwindend geringe Minderheit das Theater besucht“, so Kämmerer Dr. Jürgen Barthel (SPD). Aufgrund des Wegfallens der Subventionierung wird der Besuch einer Vorstellung künftig 150,- € kosten. „Dieser Preis errechnet sich auf der Grundlage der bestehenden Besucherzahlen. Wenn das Staatstheater gefälligere Aufführungen anbietet, die zu mehr Zuspruch beim Publikum führen, kann dieser Preis auch gesenkt werden“, so Dr. Barthel.
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Köln (nn) – Der Kölner Rosenmontagszug ist abgesagt. Dies teilten die Veranstalter am Abend in Köln mit und nannten als Grund den Rücktritt des Kölner Erzbischofs, Kardinal Joachim Meisner. „Unser aller Kardinal ist heute nach 25 Amtsjahren zurückgetreten. Dies ist auch für uns ein Moment des Innehaltens. Da können wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen,“ so der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval gegenüber der Presse. „Hier ist eine große und für Köln erfolgreiche Ära zu Ende gegangen. Seine ausgleichende und integrative Kraft wird uns allen fehlen.“ Zuletzt war der Kölner Rosenmontagszug (“d’r Zoch”) 1991 wegen des Golfkrieges abgesagt worden. Er ist Deutschlands größter Karnevalsumzug und gilt als Höhepunkt der Kölner Karnevalssession.

