Köln: Karneval ist abgesagt

5508743365_26223e3316_zKöln (nn) – Der Karneval in Köln findet dieses Jahr nicht statt. Dies erklärte die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker gestern vor Vertretern der Presse. „Bereits in normalen Jahren ist der Karneval geprägt von Eigentumsdelikten, Körperverletzungen und sexualisierter Gewalt gegenüber Frauen. Dies ist aus Gründen der Sozialadäquanz grundsätzlich hinzunehmen. Durch die Vorgänge an Silvester ist jedoch zu befürchten, dass dies in dieser Session dramatisch zunehmen wird. Da wir nicht in der Lage sind, die Sicherheit in anderer Weise zu gewährleisten, bleibt allein die Absage aller Veranstaltungen“, so Reker. Dies sei ausdrücklich keine Kapitulation des Staates. „Wir werden mit aller zur Verfügung stehenden staatlichen Macht dieses Verbot durchsetzen und damit die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger gewährleisten.“

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FIFA gnadenlos: Schalke und Eintracht droht Punktabzug wegen „Hallenfußball“

Künftig kein "Hallenfußball" mehr in Frankfurt und auf Schalke

Künftig kein „Hallenfußball“ mehr in Frankfurt und auf Schalke

Frankfurt/Zürich (hw) – Das Zeitfenster für Transfers ist nicht alles, was die Bundesligavereine derzeit beschäftigt. Zumindest für zwei Clubs stehen offenbar ganz andere Probleme an. Kurz nach Jahreswechsel tauchte in den Briefkästen der Geschäftsstellen von Schalke 04 und Eintracht Frankfurt durchaus problematische Post auf. Die FIFA versandte zwei unmissverständliche Botschaften, vom derzeitigen FIFA-Chef Issa Hayatou persönlich unterschrieben. Inhalt der Briefe sind Vorwürfe des mehrfachen Verstoßes gegen FIFA-Richtlinien. Dem Fußball-Weltverband zufolge entsprechen die Spielstätten der beiden Traditionsvereine nicht den Anforderungen, um am regulären Spielbetrieb um die nationalen Meisterschaften teilzunehmen. Auslöser war die routinemäßige Kontrolle der „Stadion-Kommission“ der FIFA. Hierbei wurde festgestellt, dass nicht nur die verschließbaren Stadiondächer generell gegen die Wettbewerbsrichtlinien für Freiluft-Fußball verstoßen, sondern auch die Gesamtflächen der offenen Dächer als „viel zu klein angesehen werden müssen“, so der Wortlaut im Abschlussbericht der Kommission. Einzig der Tatsache, dass die FIFA selbst „gewisse Indifferenzen bei der Genehmigung in der Vergangenheit einräumen muss“ ist es geschuldet, dass die angedrohten Sanktionen vergleichsweise glimpflich ausfallen. Bis zum Ende der Spielzeit 2015/16 dürfen die beiden Vereine ihre Heimspiele weiterhin unverändert mit einer „Sondergenehmigung für Hallenfußball“ in den gewohnten Spielstätten austragen. Danach allerdings muss es schnell gehen: In der Sommerpause wird ein Rückbau der verschließbaren Stadiondächer und eine Vergrößerung der freien Oberfläche angeordnet. Wird dieser „dringenden Empfehlung“ bis zum Saisonbeginn 2016/17 nicht entsprochen, starten beide Vereine mit einem negativen Punktekonto von -15 in die neue Saison. Zudem müssten dann bis auf Weiteres für die Heimspiele „geeignete Spielstätten im Umkreis von 50 Kilometern“ gefunden werden bis „eine entsprechende Anpassung stattgefunden hat und genehmigt worden ist“. Eintracht-Chef Bruchhagen und Schalke-Manager Heldt gaben eine gemeinsame Erklärung heraus, in der sie sich „fassungslos und bestürzt“ zeigten, gleichzeitig aber zusagten, „an einer einvernehmlichen Lösung“ zu arbeiten. DFL-Präsident Rauball äußerte sich zwar zurückhaltend, räumte aber ein, dass es „wenig Chancen gibt, gegen diese Weisung vorzugehen“. Vorschläge für Ersatzspielstätten hat die rührige FIFA übrigens auch: Für Schalke wäre dies die Signal-Iduna-Arena in Dortmund, für die SGE die Coface-Arena in Mainz.  Etwaige Auswirkungen für den Deutschen Fußball Bund sind bislang noch nicht geklärt. Nach letzten Informationen werden aber wohl alle bislang ausgetragenen Länderspiele  nicht nachträglich neu bewertet. Allerdings scheint es wohl ausgeschlossen, dass bis zu einer erneuten und erfolgreichen Abnahme in den betroffenen Stadien Länderspiele ausgetragen werden dürfen.

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Commerzbank-Arena:

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Commerzbank-Arena:

SPD-Parteitag: Basis will Gabriel nicht mehr

Sichtlich angespannt: SPD-Cheg Sigmar Gabriel

Sichtlich angespannt: SPD-Chef Sigmar Gabriel

Berlin (hw) – Die Luft für den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel wird immer dünner. Eine Initiative von SPD-Mitgliedern ruft nun dazu auf, auf dem anstehenden Parteitag einen neuen Vorsitzenden zu wählen. „Dies ist die Stunde, in der wir Sigmar die rote Karte zeigen müssen. Das fällt uns nicht leicht. Aber seine Begeisterung und sein Vorgehen bezüglich der Freihandelsabkommen TTIP, CETA und TISA ist  mit sozialdemokratischen Grundsätzen nicht vereinbar – und verstößt ja nicht zuletzt gegen eindeutige Parteitagsbeschlüsse.  Bislang standen wir immer hinter Sigmar. Aber nun können wir nicht mehr anders, wenn wir als Basis der Sozialdemokraten nicht auch noch den Rest an Glaubwürdigkeit verlieren wollen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Initiative „Die Basis entscheidet“. Die Mitglieder der Initiative  fordern eine „klare Rückbesinnung auf demokratische Strukturen und sozialdemokratische Werte“, so ein Sprecher der Initiative. Der amtierende Vorsitzende Gabriel wird es schwer haben, dem etwas entgegenzusetzen. So zumindest sehen es auch einige Mitglieder aus der Parteispitze: „Kein Vorsitzender der SPD darf sich ohne Konsequenzen über die Beschlüsse der Partei hinwegsetzen. Dies wird auch Sigmar zu spüren bekommen, das ist keine Frage“, äußerte sich ein Vorstandsmitglied, das nicht genannt werden möchte, da „es hier nicht um Personen, sondern um die Partei“ gehe.

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CSU: „Ihr Kinderlein kommet“ nicht mehr singen

seehofer 2015München (nn) – Die CSU fordert, an Weihnachten auf das Absingen des Weihnachtsliedes „Ihr Kinderlein kommet“ zu verzichten. „In der derzeitigen Situation, in der wir mit einer riesigen Lawine von Flüchtlingen zu kämpfen haben, setzt der Text dieses Weihnachtsliedes falsche Signale“, so CSU-Chef Horst Seehofer. „Wir sind sicher, dass beide christliche Kirchen unserem Appell folgen und auf das Absingen dieses Liedes in den Weihnachtsmessen dieses Jahr verzichten werden. Es gibt ja auch noch andere sehr schöne Weihnachtslieder.“

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FC Bayern wechselt in die Premier League und 1860 übernimmt Allianz-Arena

Spielen bald nur noch die "60er" in der Allianz-Arena?

Spielen bald nur noch die „60er“ in der Allianz-Arena?

München (hw) – In der Auseinandersetzung um die Verteilung der Fernsehgelder für die 1. und 2. Liga zeichnet sich eine überrraschende Wendung ab. Am Nachmittag wurde bekannt, dass der FC Bayern erwägt, künftig nicht mehr in der DFL anzutreten. „Es ist richtig, dass wir eine Anfrage bei der UEFA und der BPL  (Barclays Premier League) gestellt haben, ob wir in Zukunft eine Lizenz für die Premier League erhalten“, bestätigte ein Sprecher des Vereins noch am Abend. Es ist davon auszugehen, dass dieser Anfrage bereits intensive Vorgespräche mit den Beteiligten vorausgingen – ohne Aussicht auf eine positive Antwort  hätten die Verantwortlichen niemals eine offizielle Anfrage auf den Weg gebracht. Der sonst so besonnene und zurückhaltende Präsident Karl-Heinz Rummenigge zeigte sich in jüngster Vergangenheit zunehmend gereizt, wenn es um die Zukunft der Finanzierung der deutschen Proficlubs ging. „Heute ist es der FC St. Pauli und morgen vielleicht der SV Meppen, die entscheiden wollen, wie die Fernsehgelder verteilt werden sollen. So kann das nicht weitergehen. Wir als FC Bayern, derzeit sicher einer der besten Mannschaften auf der Welt, sehen uns ohnehin im internationalen Vergleich kaum noch wettbewerbsfähig. Da müssen wir auch an ganz neue Wege denken. Zumal wir sowieso eher international ausgerichtet sind“, äußerte sich der beliebte Vereinsboss Rummenigge gegenüber Medienvertretern. Und auch sportlich sieht man beim FC Bayernauf der Insel bessere Perspektiven: „Hier haben wir mehr Mannschaften, die uns fordern. Das ist auch in Hinsicht auf die Champions League von Bedeutung. In der Bundesliga haben wir ja fast nur noch Trainingsspiele“, meint Sportchef Matthias Sammer.  Sollten die UEFA und die BPL dem Ansinnen zustimmen, wartet auf die Bayern in der Tat ein wahrer Geldsegen: Die Spitzenvereine der Premier League erhalten etwa das Dreifache der DFL-Spitzenclubs. Und für den Münchener Traditionsverein TSV 1860 könnte dies ebenso eine rosige Zukunft bedeuten. „Die Allianz-Arena brauchen wir dann nicht mehr. Und würden selbstverständlich den 60ern die Spielstätte zu fairen Bedingungen überlassen“, zeigte sich Rummenigge gewohnt großzügig.

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Berlin: Senat will Radfahrverbot an Werktagen

Von Montag bis Freitag sollen die Räder in Berlin bald stillstehen

Von Montag bis Freitag sollen die Räder in Berlin bald stillstehen

Berlin (hw) – Pläne für Europas ersten überdachten Radweg? Der Bau von Radschnellwegen? – Alles passé. Und für die Radler kommt es in Berlin nun noch dicker: Der Senat stellte am Abend auf einer Pressekonferenz ein neues Verkehrskonzept vor, dass ein „gezieltes Miteinander der Verkehrsmittel ermöglichen“ soll. Für die Fahrradbegeisterten bedeutet dies allerdings, dass sie ihre Räder an Werktagen zu künftig zu Hause lassen müssen. „Wir brauchen eine intelligente Steuerung unseres Verkehrs. Das starre Festhalten an einem System, dass mehr Probleme schafft als löst, ist dabei wenig förderlich“, erläuterte ein Sprecher des Senats. Zwei Punkte seien in der „ergebnisoffenen Planungsphase“ dabei immer stärker in den Vordergrund getreten. Zum Einen „ein klares Bekenntnis zum öffentlichen Nahverkehr und dessen besserer Auslastung. Auf der anderen Seite dürfe man aber „auch die Leistungsträger unserer Stadt nicht vor den Kopf stoßen, die sich zunehmend als Opfer von Rücksichtslosigkeiten sehen“, hieß es weiter. Und diese Leistungsträger, so ergänzte der Regierende Bürgermeister „bewegen sich nun mal eher auf vier als auf zwei Rädern fort“. Gleichzeitig sehe man sich aber auch dem Schutz der „Schwächeren verpflichtet“, denen „eine klare Regelung sicher helfen wird“. Man freue sich aber, „schon jetzt versprechen zu können, dass dem unbeschwerten Wochenendausflug mit dem Fahrrad auch künftig nichts entgegensteht“. Ab 6.00 Uhr  können die Zweiradfreunde dann ihre Drahtesel wieder aus dem Keller, der Etagenwohnung oder von den beliebten Abstellplätzen in den Hinterhöfen und Hausdurchgängen holen. Am Sonntag um 22.00 sollten sie aber wieder dorthin zurückkehren. Dann greift wieder das „System der maximalen Flexibilität“.

 

 

 

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FC Bayern: Rummenigge fordert weitere Bundesliga-Lizenz

Wie immer besonnen, aber entschieden: Karl-Heinz Rummenigge

Wie immer besonnen, aber entschieden: Karl-Heinz Rummenigge

München (hw) – In der Bundesliga geht es zunehmend langweilig zu – zumindest, was die Vergabe des Meistertitels anbelangt. Das finden inzwischen offensichtlich nicht nur die „Nicht-Bayern-Fans“. Auch die Verantwortlichen des Rekordmeisters selbst werden nun wohl langsam nachdenklich. Und da mutet es nur vorübergehend überraschend an, dass ausgerechnet eine sonst so zurückhaltende Persönlichkeit wie Präsident Karl-Heinz Rummenigge mit deutlichen Worten an die Öffentlichkeit tritt: „Es muss was passieren in dieser Liga. Nicht alle Clubs scheinen in der Lage, ihre Hausaufgaben so zu erledigen wie wir. Das darf aber nicht dazu führen, dass dem FC Bayern dadurch Nachteile entstehen. Spätestens, wenn wir an den Punkt kommen, an dem unsere grenzenlose Überlegenheit dazu führt, dass das Produkt Bundesliga und die Marke FC Bayern Schaden erleiden, ist es geboten, zu handeln. Da dürfen wir uns auch keine Denkverbote auferlegen. Und da muss auch das Lizenzierungsmodell überdacht werden. Zudem würden wir dann auch in angemessener Form an den TV-Erlösen beteiligt.“ Mit diesen Ankündigungen begann Rummenigge das heutige Pressegespräch. Der ehemalige Weltklassespieler schlägt vor, „auch in die Überlegungen einzubeziehen, dass es unter gewissen Voraussetzungen möglich sein muss, einem Verein auch eine weitere Lizenz für die erste Liga zu erteilen. Wenn die Spannung in der Liga ausbleibt, werden dies mittelfristig auch die Zuschauer. Man kann von uns aber nicht erwarten, dass wir absichtlich Spiele verlieren, das dürfte ja klar sein. Insofern kann es doch nur wünschenswert sein, wenn wir als FC Bayern uns da einbringen“. Wie das genau aussehen könnte, lässt der sympathische Ex-Nationalspieler offen, beschränkt das künftige Engagement der Bayern aber nicht nur auf das Terrain an der Säbener Straße und will „gleichzeitig einer Kommerzialisierung im Fußball, wie sie durch die TSG Hoffenheim und RB Leipzig immer mehr um sich greift, ein entschiedenes Signal entgegensetzen. Gerade in einer Situation wie heute, wo Traditionsvereine wie der VFB Stuttgart und auch der HSV in ihrer Existenz bedroht sind, könnten wir durch eine Beteiligung positiv entgegenwirken. Das wäre ja für alle nur gut, wenn es künftig einen HSV Bayern Hamburg oder einen VFB Bayern Stuttgart gäbe“. DFL-Präsident Reinhard Rauball wollte sich „vorerst nicht äußern“, räumte aber ein, dass „auch wir die Problematik erkannt haben“.

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Kassel: Königsstraße noch attraktiver durch ICE-Anschluss

Bald rollen ICE durch Kassels gute Stube

Bald rollen ICE durch Kassels gute Stube

Kassel/Berlin (hw) – „Kassels Wohnzimmer“ wird derzeit mächtig aufgehübscht. Eine weitere Überraschung wird dann der moderne Einkaufsboulevard zu noch mehr Attraktivität verhelfen: Zusätzlich zu den bisherigen Planungen steht wohl fest, dass eine ICE-Trasse das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel vervollständigen wird. „Bei Beobachtung des Nahverkehrs in der Königsstraße wurde in von uns beauftragten Studien festgestellt, dass immer wieder Lücken entstehen, in denen die Einkaufsstraße zwischen den Haltestellen Stern und Rathaus nicht durchgängig mit Verkehrsmitteln ausgefüllt wird, so dass die Passanten in Versuchung geraten, die Straßenseite zu wechseln. Hierzu stellten wir Überlegungen an“, so Stadtbaurat Nolda. Da zudem ein Interesse daran besteht, die Kasseler Innenstadt mit  auch für potentielle Kunden aus ganz Deutschland und dem Ausland attraktiv zu machen, war es nach Ansicht des Oberbürgermeisters der Stadt, Bertram Hilgen, „naheliegend, mit der Deutschen Bahn in Verbindung zu treten, um ausgewählte ICE-Verbindungen durch unsere Vorzeigemeile zu führen“. Geplant ist, zunächst alle Verbindungen von und nach Hamburg und Berlin auch durch die Königsstraße zu führen. Kleiner Leckerbissen für die Kasseler Bürger: Vom Bahnhof Wilhelmshöhe bis zum Rathaus und zurück auf der „documenta-Schleife“ über den Lutherplatz zum Bhf. Wilhelmshöhe wird es den „Spezial-Tarif-Pro-Kassel“ für 10 Euro geben. Für die ICE gilt dabei, um die Fahrzeiten nicht über Gebühr zu erhöhen, auf der Fahrstrecke vom ICE-Bahnhof bis zum Rathaus eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h. „Damit dürfte denn auch endlich die 1000er-Marke geknackt werden“, zeigt man sich stolz im Kasseler Rathaus. Hintergrund: Bisher rollen täglich nur über 900 Straßenbahnen und Regiotrams durch die von den Kasselern liebevoll „Fußgängerzone“ genannte Königsstraße.

Bild zusammengefügt aus:  ICE: Sebastian Terfloth User: Sese_IngolstadtEigenes Werk                CC BY-SA 2.5

Rathaus Kassel:    Sputnik mir    This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

CSU löst Flüchtlingskrise – Parteitag beschließt Obergrenze

seehofer 2015München (nn) – Dank der CSU ist die Flüchtlingskrise in Deutschland beendet. Auf ihrem Parteitag beschloss die Partei in einem Leitantrag eine Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen für das Jahr 2016. „Als wichtigster Koalitionspartner in Berlin haben wir keinen Zweifel, dass sich die Politik der Bundesregierung an der Beschlusslage unserer Partei ausrichten wird. Die Flüchtlingskrise ist damit beendet“, so CSU-Chef Seehofer. „Auch die Flüchtlinge werden diesen klaren Beschluss der Partei akzeptieren und nicht mehr nach Deutschland einwandern. Vor allem aber werden unsere Partner in der Europäischen Union, die arabischen Staaten und die USA die Beschlusslage meiner Partei umsetzen und künftig Flüchtlinge in großer Zahl aufnehmen.“

Der Beschluss der CSU lautet wie folgt: „Wir brauchen eine Obergrenze. Deutschland kann die Flüchtlingsströme der Welt nicht alleine schultern. Die Staatengemeinschaft muss gemeinschaftlich Kontingente festlegen und Flüchtlinge fair verteilen. In der EU muss es feste Flüchtlingskontingente und feste Quoten der Verteilung geben. Für dieses Jahr hat Deutschland sein Soll mehr als erfüllt. Wir sind in Vorleistung getreten. Deshalb soll Deutschland für nächstes Jahr ein Kontingent für Bürgerkriegsflüchtlinge entsprechend seiner leistbaren Kapazitäten festlegen. Wir fordern vor allem auch arabische Staaten auf, sich ihrer Verantwortung nicht länger zu entziehen, sowohl was die Flüchtlingsaufnahme wie die finanzielle Unterstützung betrifft. Ferner sollten auch die USA ihr Engagement weiter verstärken und ihre Aufnahmebereitschaft erhöhen.“

Bild: Metropolico.org https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Große Koalition: Pfingsten künftig nur noch ein Feiertag

Will neue Feiertagsregelung: Thomas de Maizière

Will neue Feiertagsregelung: Thomas de Maizière

Berlin (hw) – Nun werden allmählich die ersten Finanzierungsmodelle der von den Koalitionsparteien CDU/CSU und SPD beschlossenen Maßnahmen wie Mütterrente, der Rente ab 63 und der schwarzen Null für das nächste Haushaltsjahr öffentlich. Auf Vorschlag von Innenminister Tomas de Maizière und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel werden in Zukunft  sowohl der Oster- und Pfingstmontag als auch der zweite Weihnachtsfeiertag als gesetzliche Feiertage wegfallen. „Das ist in anderen Ländern bereits immer schon so. Insofern passen wir uns da auch nur internationalen Gepflogenheiten an“, hieß es dazu ergänzend aus dem Innenministerium. Dies sei auch mit den Vertretern der christlichen Kirchen und der Gewerkschaften so abgesprochen. Als Zugeständnis wurde eine Empfehlung an die Arbeitgeber in die Gesetzesvorlage aufgenommen, christlichen Arbeitnehmern ein Sonderrecht bei der Beantragung des Urlaubs einzuräumen. An den bereits weit im Voraus geplanten Ferienregelungen für die Schulen wird sich – vorerst – nichts ändern. „Für eine Übergangsphase werden wir die weggefallenen Feiertage als zusätzliche Ferientage aufnehmen. Aber voraussichtlich ab 2020 wird die Ferienregelung entsprechend angepasst“, bestätigte ein Sprecher des Innenministeriums.

 

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Source Flickr: Thomas de Maizière
Author Christliches Medienmagazin pro

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