Kassel (hw) – Und noch eine Baustelle. Und schon zum Ferienstart soll es losgehen. Nachdem nun Kassel als erste Stadt Europas im 21. Jahrhundert auf der Leipziger Straße einen Kreisverkehr zu einer Kreuzung umbauen will, hat man schon die nächsten Pläne in der Hinterhand. Auch der „Goethestern“, ein zentraler Platz im beliebten Vorderen Westen der Stadt, wird seinen Kreisverkehr verlieren. An dem idyllischen Platz, inzwischen auf seiner Mitte ausgestattet mit Parkbänken und Bepflanzung, laufen sechs Straßen zusammen. Doch der romantische Platz soll einer ampelgeregelten Kreuzung weichen. Und damit nicht genug: Die Goethestraße soll zu einem „Hauptzufluss“ für das Weltkulturerbe im Bergpark Wilhelmshöhe werden – allerdings auch nur in diese Richtung. „Wir mussten uns für eine Einbahnstraße in Richtung Wilhelmshöhe/Kirchditmold entscheiden, da wir eine Variante auf Autobahn-Niveau bevorzugen. Ohne Eingriffe in den historischen Baubestand hätten wir eine Lösung in beide Richtungen nicht realisieren können“, so ein Sprecher des Magistrats. Die Stadt erhofft sich von dieser „innovativen Lösung“ einen weiteren Zuwachs der Besucherzahlen und eine Abnahme des „Parksuchverkehrs“, der das Quartier stark belastet. Kleines Bonbon für Kassels Autofahrer: Auf allen anderen Straßen der künftigen Kreuzung werden die derzeit geltenden Einbahnstraßenregelungen wieder aufgehoben.
Bild zusammengefügt aus:
Dirk Schmidt (Celsius auf Wikivoyage)
und NN (own work)

Berlin (nn) – Die Grünen haben in den Sondierungsgesprächen zur Bildung einer Jamaika-koalition aus CDU, CSU, FDP und Grünen gefordert, dass Schnitzel nicht unter 5 Euro veräußert werden dürfen. „Die Agrarwende hat ökologisch eine Bedeutung wie die Energiewende“, erläuterte Fraktionschef Anton Hofreiter. „Ein Drittel des Ausstoßes klimaschädlicher Gase weltweit geht auf das Konto der Agrarindustrie. Außerdem ist die Branche verantwortlich für die Vertreibung von Kleinbauern etwa in Südamerika.“ Den Grüne gehe es hier ums Ganze. „Um die Ernährung aller Menschen mit guten Lebensmitteln und um globale Gerechtigkeit, um Klimaschutz und Artenvielfalt.“ Konkret fordern die Grünen ein Verbot genetisch veränderter Pflanzen sowie die drastische Einschränkung des Einsatzes von Antibiotika bei der Tiermast und der Pestizide auf den Äckern sowie ein Verbot der Massentierhaltung. Die Vertreter der anderen Parteien reagierten empört. „Wer mit dem Verzehr seines Schnitzels gelegentlich eine sehr geringe und vor allem eine gesundheitlich völlig ungefährliche Dosis handelsüblicher Antibiotika zu sich nehmen will, sollte dies auch in Zukunft tun dürfen. Alles andere ist schädlicher Dirigismus.“ Deutschland verdanke seinen Wohlstand nicht grüner Bevormundung „sondern der freien Marktwirtschaft in der jeder selbst entscheidet was er zu welchem Preis zu sich nimmt“. Die Sondierungsgespräche wurden vorläufig unterbrochen. Es kommt zu einer Krisensitzung der Parteivorsitzende.





